Kraft und Schwäche in Gottes Augen

Ich tue das häufig, und normalerweise bekomme ich von verschiedenen Menschen in der Gruppe Antworten. Diesmal kamen die meisten Antworten von einer Frau in der Gruppe. Und ihre Antworten waren extrem akkurat und tiefgründig.

Nach der Predigt ging ich zu ihr, um mich ihr vorzustellen. Anika ist schwer behindert, an den Rollstuhl gefesselt, und hat eine Reihe von körperlichen Einschränkungen. Sie kann nicht laufen, sitzen oder sich bewegen. Aber sie ist sehr interessiert an der Erforschung der jüdischen Traditionen, um ein besseres Verständnis des jüdischen kulturellen Kontextes zum Wort Gottes zu haben.

Ich fragte Anika, was sie dazu veranlasse und was sie motiviere. Anikas Antwort war einfach aber fundiert.

Ich liebe Jesus

„Ich liebe Jesus“, sagte sie, „deshalb liebe ich das jüdische Volk. Aber weil es nicht viel gibt, was ich körperlich tun kann, um die Liebe des Messias zu Seinem Volk zu predigen, kann ich wenigstens für sie beten – und ich will es richtig tun.“

Ihre Antwort machte mich nachdenklich. Wie oft sagen wir, dass wir Gott lieben, aber wir tun nichts, um Ihm praktisch zu zeigen, wie wir Ihn lieben. Wie oft sagen wir, wir lieben Gott, aber wir zeigen Seinem auserwählten Volk keine Liebe. Wie oft sagen wir, wir lieben Gott, aber wir tun nichts, um Seine Liebe denen zu geben, die Er liebt und die Er sehnsüchtig retten möchte (Johannes 3,16).

Lassen Sie uns die Dinge in die richtige Perspektive rücken und Jeschuas (Jesu) Fußspuren folgen. Lassen Sie uns Seine Botschaft von der Errettung niemandem vorenthalten, dem wir begegnen, insbesondere nicht denjenigen Seines erwählten jüdischen Volkes.