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Verfasst von Ruth Rosen

Pesach Neuigkeit

In einer jüdischen an Jesus gläubigen Familie aufzuwachsen kann ein Kind rauflustig machen, besonders, wenn das besagte Kind ohnehin rauflustige Gene von einem oder beiden Elternteilen geerbt hat.

In einer jüdischen, an Jesus gläubigen Familie aufzuwachsen, kann ein Kind rauflustig machen, besonders, wenn das besagte Kind ohnehin rauflustige Gene von einem oder beiden Elternteilen geerbt hat. Wenn ich also zur Pessachzeit geduldig ein Erdnussbutter–und-Marmeladen-Matzen-Sandwich kaute (das einem am Gaumen klebte wie einem zweijährigen Kind der Schnuller), werden Sie es verstehen, wenn die Geduld eher kurzlebig war. Über kurz oder lang musste mich eine irritierte Klassenkameradin fragen, warum ich Matzen äße, und ich würde antworten: „Weil ich, wie ich dir bereits gesagt habe, jüdisch bin.“

„Aber“, würde die Klassenkameradin protestieren, „letzte Woche hast du gesagt, du seist eine Christin.“
„Das bin ich. Ich bin eine jüdische Christin.“
„Du kannst nicht beides sein.“
„Jawohl, ich kann.“
„Nein, du kannst nicht.“
„Jawohl, ich kann.“

Okay, damit musste ich immer das letzte Wort haben. Niemand konnte mir erzählen, dass ich nicht jüdisch sei, wenn ich mich eine Woche lang hinsetzen und trockene krümelige Matzen-Sandwiches essen musste.

Wollen Sie das Sonderbare daran erfahren? Wenn es zu dem Punkt kam von: „Du kannst nicht beides sein, du musst dich entscheiden“, sagte niemals jemand: „Du bist keine Christin.“ Es war immer: „Du bist nicht jüdisch.“

Tatsächlich stand Jesus in unserem Haus an erster Stelle, aber nicht, um uns von unserem Jüdischsein auszuschließen. Wenn wir Feste feierten wie das Pessachfest, feierten wir es in dem Bewusstsein, dass unser Glaube uns von den meisten anderen jüdischen Menschen unterschied. Ich wusste, dass wir zum jüdischen Volk gehörten, ob sie uns wollten oder nicht… aber ich wusste auch, dass wir zu Jesus gehörten und da gab es keine Zweifel, dass Er uns mochte. Er wollte, dass wir zu Ihm gehören und Er wollte, dass wir Sein Kommen mit Eifer erwarteten. Besonders zur Pessachzeit.

Wissen Sie, am Ende des Pessachseders ist es traditionell so, dass die Kinder zur Tür gehen, um nachzuschauen, ob Elia gekommen ist. Gemäß dem Propheten Maleachi wird Elia die Ankunft des Messias verkündigen. Jedes Jahr öffnen in jüdischen Häusern überall auf der Welt jüdische Kinder die Tür, schauen hierhin und dorthin, um ein Zeichen des Propheten zu entdecken. Ich erinnere mich an meine eigene Spannung, die ich spürte, wenn ich die Tür öffnete. Würde ich einem schroffen alten silberhaarigen Elia gegenüberstehen?

Würde der Messias direkt hinter ihm stehen – oder würde Elia uns einfach sagen, dass Er bald kommen werde? Ich war enttäuscht, dass alles, was mich draußen begrüßte, die kühle Nachtluft war.

„Aber“, sagen Sie, „wussten Sie nicht, dass der Messias bereits gekommen war?“ Jawohl, das wusste ich. Und ich wusste, dass Er wiederkommen wird. Und dann, wenn jeder meinen Messias sehen könnte, würde ich niemals wieder argumentieren müssen, dass man jüdisch sein und an Jesus glauben kann. Jeder würde es erkennen.

Das war damals; dies ist jetzt. Und jetzt ist die Zeit für uns (Juden für Jesus, für Sie, für jeden, der den Herrn liebt und der jüdische Menschen liebt) wie Elia zu sein – ob wir schroff oder silberhaarig sind bis der Prophet kommt, um die Menschen wissen zu lassen, dass der Messias Jesus wirklich ist und dass Er kommt. Diese Aufgabe fällt uns allen zu. Das Pessachfest ist das Fest der Erlösung. Gibt es eine bessere Zeit, einem Freund von dem auferstandenen Erlöser zu berichten?

Pessach (ausgesprochen wie man es schreibt) ist einfach das hebräische Wort für Passah. Seder ist das traditionelle feierliche Essen am Passahfest. Das, was wir heute als Jesu letztes Abendmahl bezeichnen, war tatsächlich ein Passahmahl.