Camp Gilgal: Ort der Tausend Abenteuer

H.: Was hat sich verändert, seitdem Camp Gilgal vor vierzehn Jahren in Deutschland begonnen hat?

Leonid: Camp Gilgal ist darauf angelegt, jüdischen Kindern aus messianischen Familien zu dienen, von denen viele Russisch sprechende Immigranten sind. In diesem Jahr konzentrierte sich das Camp hauptsächlich auf Teenager.

H.: Sommercamp-Aktivitäten umfassen immer Sport, Spiele, Wandern, Schwimmen, etc. Inwiefern ist Camp Gilgal anders?

Leonid: Unser Camp macht das alles auch – und mehr. Aber was unser Camp wirklich besonders macht, ist der geistliche Schwerpunkt. Bibelunterricht und Auswendiglernen, Zeiten des messianischen Lobpreises und der kreativen Anwendung des Gelernten. Durch diese und andere Aktivitäten wirkt der Herr wirklich im Leben unserer Teens.

H.: Also, wie gehen Sie mit 25-30 Teenagern gleichzeitig um?

Leonid: In diesem Jahr war das Thema des Camps Gehorsam. Ein gutes Thema für Teenager, die generell gegen alles rebellieren, oder nicht? Wir studierten 1. Samuel in unseren morgendlichen Gottesdiensten. In den ersten Kapiteln dieses Buches finden wir viele Beispiele des Gehorsams und des Ungehorsams Gott gegenüber, besonders in den beiden Schlüsselpersonen dieses Abschnittes, Samuel und Saul.

Inna: Wir reden mit unseren Teenagern und haben ein offenes Ohr für sie, aber wir erlauben dem Herrn, an ihren Herzen zu arbeiten. Zum Beispiel war ich nach einem besonders schwierigen disziplinarischen Gespräch mit einem Jungen, Sasha (nicht sein echter Name), sehr entmutigt und wusste nicht, was ich noch erwarten konnte. Aber nach der nächsten Diskussion in der Andacht über 1. Samuel kam zu er zu mir und sagte, dass er gerade erkannt habe, wie wichtig Gott Gehorsam ist. Er drückte außerdem tief Wertschätzung darüber aus, dass er in der Lage ist, zu diesem Camp zu kommen und hier seine jüdische Identität zu spüren. Übrigens, Sasha hat letztes Jahr im Camp Jeschua als seinen Messias angenommen. Ich bin so froh, dass er unser Camp als sicheren Ort dafür empfindet, er selbst zu sein!

H.: Gibt es irgendwelche besonderen Ereignisse in Ihrem Camp?

Leonid: An unserem Sabbatgottesdienst hatten wir in diesem Jahr einen wirklich besonderen Gottesdienst – eine Jeschua-basierte Bar Mizwa-Feier. Unser Bar Mizwa-Junge las nicht nur seinen Tora-Abschnitt, sondern er gab auch eine sehr gute Interpretation von dessen Bedeutung. Das Publikum wurde absolut still. Für einen Moment schien es, als hätten sich unsere wilden Teenager in junge Erwachsene verwandelt, die angestrengt über die Wichtigkeit nachdachten, Verantwortung für ihre Handlungen zu tragen.

Inna: Viele Kinder erfuhren Gottes besondere Gegenwart, eine Zeit besonderer Nähe zu Ihm, eine Zeit des wirklichen Erwachsenwerdens. Zwei Teenager kamen nachher zu uns, um zu sagen, dass sie gerade festgestellt hätten, wie wichtig es für sie sei, im nächsten Jahr einen ähnlichen Gottesdienst für ihre Bar- und Bat Mitzwa zu erhalten. So entschieden wir uns, im nächsten Jahr ähnliche Feiern in unserem Camp für sie abzuhalten.

H.: Wie können unsere Leser für Ihr Camp beten?

Leonid: Bitte beten Sie für unsere Vorbereitung von Camp Gilgal 2018: ein gutes Leiterteam, dass Gott mehr Kinder und Teenager zu uns bringt, Finanzen für diejenigen, die nicht in der Lage sind, selbst zu zahlen, und für Gottes Schutz für jeden dort. Aber beten Sie bitte vor allem, dass der Herr dieses Camp benutzen wird, um eine neue Generation von jüdischen Männern und Frauen heranwachsen zu lassen, die Jeschua mit ihren ganzen Herzen, Seelen, Verstand und Kraft lieben.