blood-hand

Horror-Filme sind nicht wirklich mein Ding. Ehrlich gesagt habe ich nicht einmal die Twilight-Saga-Filme gesehen, noch irgendeines der Bücher gelesen.

Aber als ich Mezora, die Tora-Lektion dieser Woche gelesen habe, habe ich gemerkt, dass sie so klingt, als wäre sie aus einem Vampirfilm entnommen.

Der größte Teil des Textes befasst sich mit einer ziemlich detaillierten und spezifischen Beschreibung dessen, was jemand mit einer Hautkrankheit (oder Lepra) zu tun hat, um wieder rituell rein zu werden – dies beinhaltet Vögel, Blut, Opfer, einige Holzstücke und etwas rote Wolle!

Haben wir es hier also mit irgendeiner Art Zauberspruch zu tun oder hat Gott andere Absichten mit diesem eher seltsamen Ritual?

Wir alle lernen auf eine andere Art und Weise, doch die meisten von uns scheinen am besten zu lernen, wenn wir etwas mit allen Sinnen erleben können.

Das Ritual zur Reinigung einer Person mit einer Hautkrankheit ist ein gutes Beispiel dafür: Die Menschen haben damals die seltsame Handlung gesehen, das Blut gerochen und das Zwitschern des Vogels beim Wegfliegen gehört. Der zu Reinigende, hat das auf seinen Körper aufgetragene Blut gespürt. Damit versuchte Gott, uns etwas zu lehren. Aber was?

Eine Hautkrankheit zu haben bedeutete automatisch, dass die betreffende Person aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurde. Im Wesentlichen entsprach dies einem (geistlichen) Todesurteil (das wir letzte Woche betrachtet haben). Aber was sollte passieren, wenn jemand tatsächlich von seiner Hautkrankheit geheilt werden würde? Dieses bizarre Ritual wäre damals ein erstaunliches Spektakel für die Gemeinschaft gewesen – so als ob jemand, (geistlich) wieder zum Leben erweckt worden wäre. Tatsächlich gibt es keine Aufzeichnung davon, dass damals je ein jüdischer Aussätziger geheilt wurde – bis Jeschua kam.

In Lukas 5, 12-14 lesen wir von einem erstaunlichen Fall eines Aussätzigen, der durch eine Berührung Jeschuas geheilt wurde. Jeschuas Befehl nach der Heilung ist vielleicht das Interessanteste: „Geh aber hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, wie Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis.“ Ein Zeugnis wovon? Ein Zeugnis von körperlicher Heilung, aber auch von der Möglichkeit, jemanden wieder in die Beziehung mit Gott zu stellen. Stell dir das Staunen auf den Gesichtern der Priester mal vor, als sie den Menschen mit reiner Haut sahen und wie er dann dieses seltsame Ritual durchführte, das Tausende von Jahren zuvor aufgeschrieben worden war!

…aber wir haben alle ein geistliches Handicap: die Sünde.

Vielleicht haben weder du noch ich ein körperliches Handicap, aber wir haben alle haben ein uns schwächendes geistliches Handicap: die Sünde. Wir alle haben Fehler begangen, haben uns alle Götzen aus verschiedenen Bereichen unseres Lebens gemacht; keiner von uns genügt den Ansprüchen. Wir brauchen jemanden, der uns von unserer geistlichen Lepra reinigt – unsere Beziehung zu unserem Schöpfer wiederherstellt und unsere Beziehungen zueinander heilt. Der einzige, der das kann, ist Jeschua: Er hat es vor zweitausend Jahren bewiesen, indem Er den Aussätzigen heilte, und Er verändert heute noch genauso das Leben von Menschen. Wenn wir Ihn bitten, verspricht Er, uns zu vergeben und uns von aller Schuld in unserem Leben zu reinigen.

Also, ich bin kein Fan von Horrorfilmen, aber ich liebe dieses Ritual der Reinigung eines Aussätzigen, weil es auf neues, wiederhergestelltes Leben hinweist. Ein Leben, das wir auch erfahren können, wenn wir dazu bereit sind, genau wie der Aussätzige vor 2000 Jahren, etwas unglaublich Simples und doch unglaublich Schwieriges zu tun – darum zu bitten!