schabbat

Ich denke, wir würden alle gerne wissen, was die Zukunft bringt. Ob du dir Sorgen um deine Familie machst, deine Arbeit oder dich selbst: Würde es nicht ein wenig helfen, einen gewissen Vorsprung zu bekommen, indem du wüsstest, was die Zukunft bringt?

Vielleicht ist das der Grund, warum so viele Menschen Horoskope lesen. Oft ist es genau das, was wir hören wollen, wenn wir erfahren, dass wir Ende der Woche einen großen, gut aussehenden Fremden treffen oder eine schwere Situation, die uns quält, lösen können werden…

Die Sternzeichen und die Idee, die Zukunft vorherzusagen, sind aber nichts Neues.

Die Sternzeichen und die Idee, die Zukunft vorherzusagen, sind aber nichts Neues. In der dieswöchigen Parascha-Lektion bat ein feindlicher König namens Balak (dessen Name den Titel dieser Parascha bildet) den Wahrsager Bileam, ihm nicht nur die Zukunft vorherzusagen, sondern auch unser Volk zu verfluchen, da er sich sorgte, dass wir ihn und sein Volk zerstören würden. Bileam missachtet Gottes Rat, nicht auf Balak zu hören, wird selbst fast getötet, und sagt am Ende dem Volk Israel nicht nur eine glänzende Zukunft voraus, sondern segnet uns dabei auch noch!

Während der Wunsch, die Zukunft zu kennen, nicht unbedingt an sich falsch ist, ist er manchmal von Angst und Furcht motiviert. In Zeiten wie diesen, in denen wir im Westen mehr und mehr Krieg und Gewalt ausgesetzt sind, fragen wir uns oft, was in den nächsten Jahren wohl passieren wird. Wie wird das Leben unserer Kinder sein? Werden wir und sie in der Lage sein, in Sicherheit zu leben?

Doch wenn wir wirklich die Zukunft wüssten, wenn wir in der Lage wären, nur einen Blick zu erhaschen, würde das wirklich helfen? Was, wenn die Zukunft nur Not, Krieg und Verwüstung bringt? Es ist nicht gerade tröstlich, von einer Zukunft wie dieser zu wissen! Frag nur Balak.

Ist er ein echter Prophet oder nur ein Betrüger?

Wir wissen nicht gerade viel über die Hauptpersonen im Abschnitt Balak. Es bleiben viele Fragen zu Balak und seinem Volk, doch die vielleicht merkwürdigste Figur ist Bileam. Ist er ein echter Prophet oder nur ein Betrüger? Hat er wirklich unserem Volk geholfen, indem er es segnete, oder hat er es am Ende verraten und Balak Tipps gegeben, wie uns vernichten kann? Egal, wer Bileam war: Es ist klar, dass er Gottes Werkzeug war, dass er durch ihn zu unserem Volk sprach, in dieser speziellen Episode. Vor allem durch seine letzte Prophezeiung.

Die Geschichte von Bileam beginnt (4. Mose 24,17) mit einer eher kryptischen –Weissagung (einem Horoskop gleich?!) über eine unbekannte Person: „Ich sehe ihn, aber nicht jetzt; ich schaue ihn, aber nicht von nahem. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Szepter aus Israel aufkommen…“ Wer könnte diese Person sein? Obwohl Raschi denkt, dass König David diese Passage erfüllt, verbindet sie der Midrasch-Text „Schemot Rabba“ interessanterweise mit niemand anderem als dem Messias. Israel, so heißt es, fragte Bileam, wann denn das „Heil“ kommen würde (Schemot Rabba 30,24 deutet den Messias an) und Bileam antwortet angeblich mit den Worten aus dieser Prophezeiung. Wirklich sehr interessant.

Diejenigen von uns, die die Brit Chadasha (das Neue Testament) kennen, erinnert die Erwähnung des Sterns in Balaams letzter Prophezeiung ganz klar an Bilder der Geburt von Jeschua. Astrologen kamen damals zum Haus von Miriam, Joseph und dem Baby Jeschua und behaupteten, „seinen Stern“ gesehen zu haben, der im Osten aufstieg und der sie zu ihm führte. Bileam, der Astrologe, sagte voraus, dass der Messias mit einem Stern verbunden sein würde, der von Jakob kommen würde – und Tausende Jahre später reisen heidnische Astrologen wegen eines Sterns Tausende von Meilen zum Haus eines Nachkomme Jakobs, wegen eines Sterns, der sie dorthin führt. Eher ein Zufall, oder?

Gott nutzt die Natur, die er geschaffen hat, um zu uns sprechen

Gott nutzt die Natur, die er geschaffen hat, um zu uns sprechen. Er sagte ganz am Anfang, dass uns die Sterne „Zeichen“ sein würden (Bereschit / 1. Moses 1,14). Mehr als das: Er hat von Beginn an immer wieder über seinen Plan für die Welt gesprochen, von der Schöpfung bis zum Tag, an dem er sie erneuert. Er hat uns schon im Voraus über seinen Plan informiert, seinen Sohn zu senden, den Messias Jeschua, der für all die Fehler sterben würde, die wir verbrochen haben, womit er seine Beziehung zu uns wiederherstellen würde, indem er uns neues Leben gibt und eine neue Natur. Gottes Vorhersage durch den Mund des heidnischen Propheten Bileam ist nur eine von Hunderten, die in Richtung Jeschuas, unseres Messias, zeigen. In Wirklichkeit ist die Zukunft also kein völlig unbekannter Komplex, da Gott sich dazu entschieden hat, uns Teile davon zu offenbaren.

Während es tröstlich ist, die Zukunft zu kennen, die Gott uns durch sein Wort offenbart hat, ist es noch tröstlicher, den Einen zu kennen, der die Zukunft in seinen Händen hält. Was für eine Erleichterung es ist, in der Lage zu sein, unsere Angst vor der Zukunft, auf ihn zu legen und ihm zu vertrauen, denn er ist gut und sorgt für uns. Was für eine Erleichterung, dass wir nicht länger Sklaven der Angst sein müssen, Sklaven, die ihr Leben für Dinge verschwenden, die eines Tages unwichtig sein werden, Sklaven des „Moments“. Gott zu vertrauen, durch Jeschua, gibt uns eine Gewissheit, dass alles klappt und wirklich alles am Ende in Ordnung sein wird. Jeschua zu vertrauen, gibt uns jemanden, dem wir alle unsere Ängste und Sorgen übergeben können, da er für uns so sehr sorgt, dass er sogar bereitwillig sein Leben für uns gibt. Jeschua zu vertrauen, gibt uns Hoffnung.

Vielleicht suchst du nach Antworten in Horoskopen, in der Hexerei, in irgendetwas, das dir einen Hinweis auf die Zukunft geben kann. Komm zu dem, der uns nicht nur gezeigt hat, was die Zukunft bringt, sondern die Zukunft selbst in der Hand hält. Die Antwort steht wirklich in den Sternen – und sie zeigt in Richtung Jeschua.