brexit

Angst lässt uns oft dumme Dinge tun.

Angst lässt uns oft dumme Dinge tun. Was du auch immer für eine persönliche Sicht über den Brexit hast: Viele äußerst harte Worte – von beiden Seiten – gehen seit der Abstimmung um, und viele von begründen sich in Gefühlen und Ängsten. Angst vor Veränderung, Angst vor der Zukunft, vielleicht sogar Angst darüber was aus Großbritannien und Europa werden wird. Leider hat Angst die Tendenz, unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit zu verzerren und uns dazu zu bringen, impulsiv Entscheidungen zu treffen und impulsiv Dinge zu sagen, die wir normal vielleicht nicht getroffen und gesagt hätten. Die Angst vor der Zukunft und die Angst vor dem wirtschaftlichen Kollaps hat in der Vergangenheit viele dazu gebracht, die furchtbare Entscheidung zu treffen, sich umzubringen. Welche Gründe und Anlässe es auch immer gibt: Die Angst hat die Macht, uns zu verändern – und zwar zum Schlechten.

Angst war auch der Grund dafür, warum wir zögerten, das Land zu betreten, das Gott uns gegeben hatte, damals in der Zeit des Moses.

Angst war auch der Grund dafür, warum wir zögerten, das Land zu betreten, das Gott uns gegeben hatte, damals in der Zeit des Moses. Die Parascha-Lektion dieser Woche (Schlach) ist eine echte emotionale Achterbahnfahrt und zeigt die Macht auf, die die Angst haben kann. Moses schickt Spione ins Land aus und sie kommen zurück und bringen wunderbare Neuigkeiten: „Das ist ein richtig tolles Land!“ Doch dann überwältigt sie die Angst und am Ende halten sie die anderen davon ab, in das Land zu gehen, wegen Bewohnern, die ihre Städte befestigt hatten und die stark, groß und mächtig waren. Das Volk geriet in Panik, Chaos folgte, es wünschte, es wäre tot, und debattierte sogar die Steinigung des Moses, die Wahl eines neuen Führers und die Rückkehr nach Ägypten. Keine sehr rationale Entscheidung!

Vielleicht ist jedoch die Entscheidung des Moses noch wesentlich irrationaler: Gott sagt Moses, dass er sich vom Volk entfernen soll, damit Gott sie vernichten und nur mit Moses neu anfangen kann. Was für eine Gelegenheit das wäre, dieses undankbare, kindische, abscheuliche Volk loszuwerden! Und doch sagt Moses unglaublicherweise: „Nein!“

Wegen seiner Liebe zu Gott und seinem Volk, traf er die richtige Wahl

Was hätte ich wohl getan? Wenn ich ehrlich bin, hätte ich wohl ja gesagt. Ich hätte Gott das Volk auslöschen und mit mir neu anfangen lassen. Aber Moses hatte eine so unglaubliche Liebe zu ihm, so ein Verständnis der eigenen menschlichen Art und einem solchen Eifer für den Namen und Ruf Gottes, dass er nein sagte. Moses brachten keine Ängste ins Wanken: Er hatte die Versicherung Gottes, der schon so viele erstaunliche Dinge für Israel getan hatte, dass er das Volk ins Land bringen könnte, wie er es versprochen hatte. Sein Vertrauen und Zuversicht in Gott ließen Moses ruhig und besonnen sein, während das Chaos um ihn herum tobte. Wegen seiner Liebe zu Gott und seinem Volk, traf er die richtige Wahl – auch wenn es eine harte Wahl war.

Jahrhunderte später traf ein anderer jüdischer Mann, die richtige Wahl: Als Jeschua den Himmel verließ, um unter uns zu leben, war das eine harte Wahl. Als Jeschua schließlich sein Leben für uns am Kreuz gab, war es die wohl härteste Wahl überhaupt. Doch genau wie Moses Tausende von Jahren vor ihm wurde Jesus von der Liebe zu Gott und der Liebe für sein Volk motiviert. Moses war bereit, mit den Menschen zu sterben; Jeschua starb für die Menschen und befreite uns damit davon, Sklaven der Angst zu sein, unserer selbst und unserer Wünsche. Wegen ihm und dem was er tat, müssen wir keine Angst mehr vor der Zukunft haben. Denn was auch immer geschieht: Wir wissen, dass wir darauf vertrauen können, dass seine Liebe am Ende siegen wird. Moses glaubte daran, dass Gott uns in das gelobte Land führen würde, trotz der sehr realen, sehr beängstigenden Hindernisse; und wenn wir an den Messias Jeschua glauben, schenkt er uns den Glauben, davon überzeugt zu sein, dass er eines Tages sein perfektes Reich hier auf Erden errichten wird, trotz der sehr realen, sehr beängstigenden Hindernisse. Mehr als das: Er versichert uns, dass er uns liebt, dass er immer bei uns sein wird und dass er unserem Leben Sinn gibt. Er bietet uns einen Weg aus der Angst an, die uns so leicht kontrollieren kann.

Egal, ob du an Politik interessiert bist oder nicht, ob du in Großbritannien oder in der EU lebst oder nicht, ob die Finanzkrise kommt oder nicht: Du kannst immer noch hoffen! Wenn wir unser Vertrauen in Jeschua setzen, dann brauchen wir unsere Vergangenheit oder die Zukunft nicht mehr zu fürchten, denn wir werden geliebt und akzeptiert – von der einzigen Person, bei der es wirklich ist, dass sie uns liebt und akzeptiert.

Panik? Nein, keine Panik mehr.