fire
Verfasst von Aaron Lewin

Paraschat Tzaw

Bist du ein Pyromane?

Wir haben uns ziemlich daran gewöhnt, Nachrichten zur aktuellen Flüchtlingskrise zu sehen, aber einige der jüngsten Entwicklungen sind ziemlich erschreckend.

In verschiedenen Teilen Deutschlands sind Gebäude, welche bereitgestellt wurden, um Flüchtlinge unterzubringen (oder in denen tatsächlich Flüchtlinge untergebracht waren) Brandstiftungen zum Opfer gefallen – einige davon haben zu schlimmen Verletzungen geführt.

Feuer scheint für manche Menschen eine sehr effektive Art zu sein, etwas loszuwerden, das sie nicht haben wollen – in diesem Fall, Flüchtlinge.

Aber Feuer hat auch eine positive Seite und diese finden wir in de Toralesung dieser Woche. Es geht immer noch um das Thema der Opfer (siehe die Toralesung der letzten Woche). Gott beauftragt Mose, sicherzustellen, dass immer ein Feuer auf Seinem Altar brennt (siehe Wajikra/ 3.Mose 6,6 (oder 6,13)). In anderen Worten, Gott möchte, dass Mose die erste rund-um-die-UhrVerbrennungsanlage aufstellt!

Die offensichtliche Frage ist hier natürlich die nach dem “Warum?“. Gott hat uns bereits gezeigt, dass wir rein von allen bösen Dingen in unserm Leben (Sünde) sein müssen, um zu Ihm zu kommen und eine Beziehung mit Ihm zu haben. Dies wurde dadurch erreicht, dass wir unsere Sünde auf einen Stellvertreter (in diesem Fall ein Tier) übertragen haben, welcher dann verbrannt wurde, wodurch unsere Sünde vergeben wurde. Erst danach konnten wir uns Gott nähern, um Gemeinschaft zu haben.

Aber wozu ein immer währendes Feuer? Ich glaube, dass wir hieraus zwei Dinge lernen können – erstens, dass Gott immer erreichbar ist, um Sünde zu vergeben und um in Gemeinschaft mit uns zu treten. Er ist kein „einmal-pro-Woche“ Gott, der uns nur am Schabbat zuhört, sondern ein Gott, der sich immer danach sehnt, eine Beziehung mit uns zu haben.

Zweitens, es zeigt uns, in welch einem schlimmen Zustand wir uns befinden – das Feuer muss ständig brennen, um sich um die enorme Menge Sünden zu kümmern, die wir begehen. Es würde niemals ein Zeitpunkt kommen, an dem es zu einem Stillstand unseres Sündenproblems kommen würde, so dass wir von Gottes Altar wegbleiben würden. Sünde war und ist eine tägliche Angelegenheit, um die wir uns kümmern müssen.

Also, das war damals, aber was ist mit heute? Ist Gott immer noch erreichbar und haben wir immer noch ein Sündenproblem? Die einfache Antwort ist „Ja“ und „Ja“. Obwohl wir sicherlich dazu fähig sind, Gutes zu tun, ist unser Wesen an sich so verdorben, dass wir unvermeidbar schlechte Dinge tun/denken/sagen – wir brechen Gottes Standards und genügen den Ansprüchen nicht. Aber, Er ist immer noch erreichbar – immer, rund um die Uhr.

Tatsächlich wartet Jeschua, der Messias, der Sein Leben für uns als Stellvertreter hergegeben hat und vom Tode auferstanden ist, darauf, dass wir uns Ihm zuwenden und Ihn bitten, uns zu vergeben. Er verspricht, dass Er uns vergeben und reinigen wird und uns ein ganz neues Wesen und ein neues Leben gibt, wenn wir Ihn darum bitten (siehe 1. Johannes 1, 9-10).

Ich hoffe wirklich, dass die Brandstiftungen in Deutschland aufhören. Aber ich hoffe ebenso, dass viele Flüchtlinge und Brandstifter merken, dass sie eine andere Art des Feuers benötigen – das Feuer, dass die Erreichbarkeit Gottes repräsentiert, der uns vergeben und verändern möchte und das Feuer des Heiligen Geistes in unseren Herzen, um uns zu befähigen, sinnerfüllte Leben zu leben, so wie Gott es sich gedacht hat.