vayikra

Tierschützer hätten ihr gefundenes Fressen!

Wenn man Crufts, der berühmten britischen Hundeschau, Tierquälerei unterstellen kann (siehe hier / Englisch), dann kommt auch die Tora-Lesung dieser Woche nicht ohne Kritik davon. Wajikra (3.Mose) beschäftigt sich fast ausschließlich mit den Tieropfern, die Gott von uns zu verschiedenen Anlässen fordert. Im Zeitalter der Tierbefreiungsfront scheint die Tora-Lehre über das Opfern von Tieren ein wenig fehl am Platze zu sein. Oder nicht?

Bevor wir uns jedoch über das viele Blut aufregen und über die Tiere, die während der Opfer leiden mussten, sollten wir uns vielleicht fragen: Warum wollte Gott überhaupt, dass Tiere geopfert werden? Hat Gott es genossen, sein Volk dabei zu beobachten, wie es arme, hilflose Tiere abschlachtet? War das so eine Art krankes Spiel? Nichts könnte der Wahrheit weniger entsprechen. Gott versuchte vielmehr, uns die Ernsthaftigkeit unserer Taten aufzuzeigen: Die Konsequenz der Übertretung seiner Gesetze war der Tod. Denn in Wirklichkeit hatten wir das Schicksal des Tieres verdient, das wir opferten. Daher wird auch immer wieder auf die notwendige „Handauflegung“ durch die Person, die das Tier opferte, verwiesen.

Die viele Gewalt war eine erschütternde Erinnerung daran, dass dieses hilflose Tier gerade an unserer Stelle für unsere Sünden gestorben war – sodass uns vergeben werden konnte und uns das schreckliche Schicksal erspart bleiben würde. Wir sollten von dem, was wir getan hatten, völlig angewidert weggehen, aber zugleich von seiner Gnade überwältigt, zusammen mit dem Wunsch, nie wieder das Gesetz Gottes zu brechen.

Es gab nur ein Problem: Es hat nicht funktioniert. Denn obwohl wir uns vielleicht zu diesem Zeitpunkt angewidert fühlten, dauerte dieses Gefühl nie lange und so sündigten wir wieder. Und wieder. Und wieder. Tatsächlich ist unser Wesen selbst korrupt und weder eine große Anzahl von toten Tieren noch die Barmherzigkeit Gottes könnten uns jemals davon überzeugen, damit aufzuhören, Gottes Gesetz zu brechen und so aufzuhören, unsere Leben zu zerstören.

Und hier setzt Jeschua an – perfekt und sündlos, Er starb an unserer Stelle – Er erlitt einen schrecklichen Tod und wurde von Gott getrennt für Verbrechen, die Er nie begangen hatte, genau wie die Tiere bei den Opfern. Indem Er Sein perfektes Leben freiwillig an unserer Stelle hingab, erfüllte Jeschua Gottes Verlangen sowohl nach Gerechtigkeit als auch nach Barmherzigkeit – Gerechtigkeit, da unsere Verbrechen bestraft wurden; Barmherzigkeit, da wir nicht diejenigen waren, die für unsere Verbrechen bestraft wurden. Durch Jeschua können wir jetzt eine wiederhergestellte Beziehung zu Gott haben und ein neues Wesen, zusätzlich zu dem Versprechen, für immer bei Gott zu sein.

Viele Leute (mich selbst eingeschlossen) sind froh, dass wir nicht mehr in einer Zeit der Tieropfer leben (zumindest in der westlichen Welt). Aber mehr als das: Wir sollten froh sein, dass wir in einem Zeitalter leben, in dem der Messias Jeschua bereits an unserer Stelle gestorben und von den Toten auferstanden ist und lebt, um uns zu helfen, mit Ihm zu gehen.

Vielleicht liebst du Tiere und vielleicht bist du sogar ein Tierschutzaktivist… Aber wie wäre es, wenn du ein Aktivist für den Einen wirst, der an deiner Stelle gestorben ist?