confused
Verfasst von Aaron Lewin

Verwirrt?

Bist du schon mal aus einem tiefen Schlaf erwacht und hast dich verwirrt gefragt, welcher Tag heute ist, wo du bist oder wie du heißt?!

Manchmal fühlt man sich genau so, wenn man die Bibel liest – vor allem die Tora-Lektion dieser Woche. Während die Schrift relativ schweigsam bezüglich einiger grundlegender Themen wie Schöpfung und Engel ist, ist die Tasria voll mit Versen über rituelle Reinheit und Lepra. Für uns Leser des 21. Jahrhunderts ist das nicht gerade spannende Lektüre! Zumindest nicht, solange man nicht mal unter die Oberfläche schaut. Obwohl ich davon überzeugt bin, dass Gott großes Interesse daran hatte, unseren Vorfahren grundlegende Hygienekenntnisse in der Wüste zu vermitteln, scheint es aber auch, dass Er uns ebenso einige grundlegende Prinzipien aufzeigen wollte. Nehmen wir zum Beispiel die rituelle Reinheit nach der Geburt. Wir lernen daraus, dass etwas sehr Natürliches (die Geburt von Kindern) auch andere Prozesse im Körper verursachen kann, die uns unrein machen. Es ist, als ob wir die Unreinheit einfach nicht vermeiden können – sie ist ein Teil unserer Natur. Hautkrankheiten sind auch Beweis dafür, dass die Unreinheit einfach aus uns herausbrechen kann oder dass wir uns etwas von außen zuziehen, das uns unrein macht. In jedem Fall ist eins sicher: Wir werden unrein. Unreine Menschen dürfen nach der Tora in ihrem unreinen Zustand nicht Teil der Versammlung sein – entweder sie reinigen sich selbst rituell und werden dann in die Gemeinde wieder eingeführt, oder sie bleiben ausgestoßen (wie im Falle einiger Menschen mit chronischen Hauterkrankungen), für immer aus der Gemeinde ausgestoßen und von dem Einen, der Vergebung bieten kann – Gott.

Die Ähnlichkeit zu uns ist auffällig: Wir mögen uns bemühen, ein gutes Leben zu führen, doch irgendwann werden wir alle mal etwas Schlechtes tun – und das macht uns „unrein“. Das liegt daran, dass unsere Natur selbst verdorben ist: Unser Vorfahre Adam zerstörte sich selbst und als Folge zerstörte er seine Nachkommen – uns. In unserem unreinen Zustand können wir Gott nicht nahe kommen. Aber weil wir Gott nicht nahe kommen konnten, kam Er uns nahe, in Form Seines Sohnes Jeschua, des Messias, der als Sündopfer für uns gestorben ist (siehe Wajikra / 3. Mose 12, 6-8 und Jeschajahu / Jesaja 53, 10 -12), um uns zu reinigen und um unsere Beziehung zu Gott wiederherzustellen.

Fühlst du dich von Gott getrennt, so als ob du nie gut genug sein würdest, um zu Ihm zu kommen? Hast du das Gefühl, dass Er dich niemals akzeptieren kann, wegen der Dinge, die du getan hast, oder an denen du gescheitert bist? Die Gute Nachricht der Bibel ist, dass Jeschuas Tod und seine Auferstehung uns von allem reinigt, was wir je falsch gemacht haben, und dass wir – wenn wir Ihm vertrauen – immer Vergebung und ein ganz neues Leben bekommen werden. Also, kein Grund, verwirrt zu sein!