police
Verfasst von Aaron Lewin

„Zeig es ihnen!“

Niemand mag es, sich einer Macht beugen zu müssen.

Wenn wir selbst die Macht haben, dann finden wir das natürlich wunderbar, aber niemand mag es, gesagt zu bekommen, was er/sie zu tun und zu lassen hat oder einer höher gestellten Person Rechenschaft ablegen zu müssen. Anarchie, Aufruhr und Aufstand waren von Anfang an Teil unserer menschlichen Erfahrung und sind immer noch Teil unseres heutigen Lebens (der syrische Bürgerkrieg, ISIS oder sich einfach zu weigern, das zu tun, was der Chef sagt, sind Beispiele!). Aber eigentlich ist Macht an sich nicht schlecht und kann auf gute und richtige Weise genutzt werden. Das Problem ist aber, dass böse Menschen meist die Macht verdrehen, um ihre eigenen Interessen zu bedienen.

Trotz der schlechten Presse, die die Macht oft bekommt, stand sie ursprünglich für Vertrauen und Verantwortung. In der dieswöchigen Parscha-Lektion lesen wir, wie Aaron und seinen Söhnen Macht über den Rest des Volkes gegeben wurde – es zu führen und zu leiten, aber auch eine große Verantwortung – um es vor Gott zu vertreten und für seine Sünden zu büßen (Wajikra / 3. Mose, 9). Wie in so vielen Fällen kommt die menschliche Natur dazwischen: Zwei von Aarons Söhnen beschließen, Gott ihr eigenes Opfer darzubringen, Weihrauch, um den Er sie nicht gebeten hatte. Was auch immer ihr Beweggrund dazu gewesen sein mag: Es war ein großer Fehler, zu glauben, dass sie in der Gegenwart Gottes einfach alles tun konnten, was sie wollten und als Folge davon starben sie (siehe Kapitel 10). Der Rest unseres Volks erlebte so aus erster Hand ein Fallbeispiel dafür, was passiert, wenn Stolz ins Spiel kommt und die Machtverhältnisse verzerrt.

Noch tragischer ist es, dass wir im Laufe unserer Geschichte – und selbst heute noch – weiterhin gegen die höchste Macht rebellieren: gegen Gott. Während menschliche Macht fehlerhaft, sündig und egoistisch sein kann, ist Gott perfekt, gerecht und heilig. Wenn wir Gottes gute Macht über unser Leben ablehnen, enden wir auf dem Weg zur Selbstzerstörung, genau wie die Söhne Aarons. Aber Gott sei Dank: Trotz unserer Ablehnung liebt Gott uns weiterhin und hat sogar den Messias gesandt, Seinen Sohn, um für unsere Rebellion zu sterben und von den Toten aufzuerstehen, um uns jetzt eine wiederhergestellte Beziehung zu Ihm zu schenken und das ewige Leben, wenn wir körperlich sterben. Es gibt nur einen Haken: Wir müssen dazu bereit sein, uns unter Seine Macht zu stellen, und damit zugeben, dass Er es wirklich am besten weiß.

Bist du bereit, dein Leben in die Hände desjenigen zu legen, der es ursprünglich gemacht hat – und zu leben?