Zu gut, um nicht wahr zu sein

Hast du schon einmal das Gesicht eines Kindes gesehen, wenn du ihm eine erstaunliche Geschichte erzählst? Selbst wenn die Geschichte voller Fantasie und Gleichnisse ist, scheint die junge Vorstellungskraft das Unmögliche für sich neu zu erschaffen und es ohne jede Anstrengung lebendig zu machen. Wenn du dem Kind nicht klarmachst, dass die Geschichte nur eine Geschichte ist, dann kann es sein, dass es weiter an sie glaubt und für wahr hält. Aber was, wenn die Geschichte wirklich wahr war?

In der Parascha Jitro dreht es sich um einen Charakter aus dem echten Leben, der von realen Ereignissen hört und zum Glauben an den Gott Israels kommt, indem er sie hört. Um genau zu sein, beginnt die Parascha so: „Und Jitro, der Priester in Midian, Moses Schwiegervater, hörte alles, was Gott an Mose und seinem Volk Israel getan hatte, dass der HERR Israel aus Ägypten geführt hatte.“ (Schemot / 2. Mose 18,1) Der Text besagt weiter, dass der Schwiegervater des Moses sich so freute, dass er dem einen und einzigen Gott Israels opferte, nachdem er die Geschichte der erstaunlichen Dinge gehört hatte, die dieser vollbracht hatte, um sein Volk zu befreien. Jitro bietet sogar seine Hilfe in Form von Ratschlägen für Mose an, wie man unser Volk regieren sollte.

„Beweis mir das, oder es ist nicht wahr!“

Die Gesellschaft ändert sich und wenn die Jahre und Jahrhunderte vergehen, werden wir – ganz wie jedes ursprünglich leicht beeindruckbare Kind – immer weniger beeindruckbar. Die Annäherung an das Leben mit dem Argument „Beweis mir das, oder es ist nicht wahr!“ wird zur goldenen Regel für viele von uns, bis zu dem Punkt, an dem wir kaum noch zu den Dingen aufblicken, die wirklich wundersam sind.

Doch Gott ändert sich nicht. Er ist immer noch derselbe mächtige Gott, von dem wir in der Bibel lesen – und er tut jeden Tag Wunder!

Wenn Gott also noch Wunder vollbringt, warum hören wir nicht mehr so häufig davon? Vielleicht weil wir nicht mehr hinschauen, vielleicht weil wir zu beschäftigt sind, um das zu bemerken, was da passiert ist. Vielleicht aber brauchen wir nur mehr Menschen, die mal ihren Mund aufmachen und diese Geschichten erzählen, sodass andere sie hören können. Wenn wir schon so gesegnet sind, ein Teil des Königreichs Gottes, und von seinen mächtigen Tagen gehört und sie gesehen haben, warum sollten wir darüber schweigen?

„So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.“

Die Bibel sagt es am besten: „So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.“ (Römer 10, 17). Diese Parascha ermutigt uns, anderen vom Messias Jeschua zu erzählen und von den fantastischen Dingen, die er getan hat, um uns von der Sünde zu befreien. Vielleicht wird jemand wie Jitro zum Glauben kommen. Aber natürlich kannst du nicht von Gottes Wundern erzählen, wenn du sie nie selbst erlebt hast. Vielleicht musst du, genau wie Jitro vor all diesen Jahren, die Wunder Gottes sehen, besonders das Wunder des Todes und der Auferstehung des Messias, um dann zu deinen eigenen Schlussfolgerungen kommen. Du könntest überrascht sein, was du dabei entdeckst…