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Verfasst von Irina Wolodarska

Das am besten gehütete Geheimnis der Kabbala?

Über die letzten Jahrzehnte hat die jüdische spirituelle Szene ein Wiederaufleben der mystischen Tradition der geheimen Weisheit erlebt, die als Kabbala bekannt ist.

„Gott als Dreieinigkeit? Auf keinen Fall!“

„Wir Juden glauben nicht an die Idee der stellvertretenden Sühne!

„Ein neues Testament? Sind Sie meschugge?“

Für viele Juden sind diese Aussagen gegeben. Sind sie es wirklich?

Über die letzten Jahrzehnte hat die jüdische spirituelle Szene ein Wiederaufleben der mystischen Tradition der geheimen Weisheit erlebt, die als Kabbala bekannt ist. Versteckt in den Ecken der Tradition und von der zeitgenössischen Darstellung in leicht verständlicher Form, außer Acht gelassen, gibt es überraschende Parallelen zu einer Anzahl von Lehrsätzen, welche die meisten religiösen jüdischen Menschen als ein Gräuel betrachten; Lehrmeinungen, welche konform sind mit den Lehren des Neuen Testamentes.

Wie auch immer, die Parallelen blieben nicht unbemerkt, als mehr Juden bezüglich der Kabbala gebildet waren. 1969 wurde ein mystischer Rabbiner (Aharon Moshe Ha-Kohen von Krakau) an Jeschua (Jesus) gläubig, weil er die Kabbala studiert hatte. Er schrieb drei hebräische Bände, in welchen er die zahlreichen Parallelen aufzeichnete, welche er zwischen dem Neuen Testament und dem Sohar gefunden hatte, dem klassischen Herzstücktext des jüdischen Mystizismus.

Yochannan Rittangel (gest. 1652), der erste Übersetzer des jüdischen mystischen Werkes Sefer jĕzira, war einer der wenigen jüdischen Menschen, welche an Jeschua glaubten und  die jüdische mystische Weisheit unter einem größeren Publikum verbreiteten.

Im frühen zwanzigsten Jahrhundert war Feivel Levertoff (gest. 1954) einer der Übersetzer, dessen, was heute immer noch die wichtigste englische Version des Sohars ist (veröffentlicht durch die hoch angesehene jüdische Druckerei Socino).

Ein in der Jeschiva ausgebildeter chassidischer und in der dritten Generation von Rabbi Schneor Salman von Ljadi (dem Begründer von Chabad Lubavitch) abstammender Jude, wurde Levertoff an Jeschua als Messias gläubig. Dass Jeschua der Messias ist, entdeckte er durch Parallelen, welche er zwischen dem Neuen Testament und seinem jüdischen mystischen Glauben fand.

Das in Los Angeles ansässige Kabbala Center, eine der am meisten bekannten Institutionen, welche die Kabbala gemeinverständlich darstellen, erwähnt häufig bewundernd einen nichtjüdischen Gelehrten kabbalistischer Weisheit, Pico della Mirandola (1463-1494). Wie auch immer, die Sprecher des Centers, Bücher und Präsentationen erwähnen niemals diese entscheidende, endgültige, grundlegende, äußerste Schlussfolgerung, die basiert auf jahrelangem Erforschen der Geheimnisse kabbalistischer Weisheit: „Nulla est sciẽtia, quae nos magis certificet de diuinitate Christi, quàm […] Cabala (Es gibt kein Wissen, das die Dreifaltigkeit des Messias besser beweist als […] die Kabbala“, U. R.).

Eine zusammengesetzte Einheit

Der Grundpfeiler des traditionellen Judaismus ist, dass Gott Einer ist. Ein Glaube an die Vielzahl in der Gottheit scheint jenseits der Grenzen des Erlaubten zu sein. Dennoch lehrt die Kabbala, dass Gott in der Tat eine zusammengesetzte Einheit ist.

Die überwölbende Geschichte der jüdischen Mystik ist, dass das grenzenlose, ursprünglich übersinnliche „En-sof“ („das Unendliche“) sichtbar wird durch die Sefirot[ii]. Sefirotare Gefäße oder Sphären sind mit dem Schöpfer nur verbunden durch Ähnlichkeit[iii] und tragen die zehn geläufigsten Namen für die variierenden Aspekte der Göttlichkeit. Obwohl sie mit dem Schöpfer eins sind, sind sie auch das Gewand des Schöpfers und die „Lichtstrahlen, die dieses aussendet“[iv]. Die Singularform des Begriffes, „Sĕfira“, hat dieselbe Wurzel wie das Wort „Sippur“, „Verständigung“ oder „das Erzählen“[v]. Die Sefirot werden also als die Eigenschaften des Schöpfers gesehen, mittels derer die Gottheit mit der Schöpfung kommuniziert[vi].

Das Wissen der niedrigsten sieben Sĕfirot wird hergeleitet aus König Davids Rede an Gott in 1. Chronik 29, Vers 11: „Barmherzigkeit (tiferet) Überwindungskraft (nezach), Schönheit (hod), jĕssod (das „Fundament“ beider), Reich (malchut).“ Zwei der restlichen drei Sĕfirot, chochma und bina (Weisheit und Verständnis), bilden eines der häufigsten Paare der Eigenschaften Gottes, die in der hebräischen Bibel gefunden werden. Die oberste Sĕfirot, keter („Krone“), versinnbildlicht Gottes Herrschaft und Autorität als König der Könige.

Wie Levertoff, Rabbi Aharon und viele andere herausgefunden haben, ist dies nicht so weit entfernt von den Metaphern, die im Neuen Testament gebraucht werden. Die Kabbala und das Neue Testament stimmen darin überein, dass Gott Seine erhabenen gegenseitigen Beziehungen Seiner verschiedenen Komponenten begrenzten menschlichen Wesen in Worten, die sie aufgrund ihrer eigenen Erfahrung verstehen können – Konzepte wie die Sĕfirot, oder wie Vater, Sohn und Heiliger Geist im Neuen Testament vermittelt.

Nicht unähnlich dem Neuen Testament (das von einem Gott in drei „Personen“) spricht, erkennen Kabbalisten zahlreiche „Klassen“, „Grade“ oder „Wesen“ in der Gottheit. Ausdrücke der vielfältigen Einheit (Gottes, Menschen und anderer Wesen) gibt es häufig in kabbalistischer Literatur und sie scheinen kein theologisches Hindernis für orthodoxe jüdische Mystiker darzustellen.

R. Eleazar sagte: „Wie die vier Unterteilungen der Walnuss an einer Seite verbunden sind und geteilt auf der anderen, so sind alle Teile des Himmlischen Wagens in perfekter Harmonie verbunden, und dennoch erfüllt jeder Teil eine bestimmte Funktion …“[vii] [U. R.]

„Jetzt verästelt der Baum des Lebens in unterschiedlichen Stufen, jeder anders als der andere, obgleich er eine Einheit bildet, in Form von Zweigen, Blättern und Wurzeln.“[viii] [U. R.]

Diese Art mystischer Logik herrscht nicht nur in mittelalterlichen Dokumenten wie dem Sohar vor, sondern dauert bis in die Gegenwart hinein. Die Tanja, der grundlegende Text der modernen Chabad Chassidischen Philosophie von Rabbi Schneor Salman, erklärt: „Er und Seine Umwandlungen sind eins, Er und Seine Ursache sind eins … Sie sind alle göttlichen Wesens.“[ix] [U. R.]

Er und Sein Name sind Einer […]“[x] [U. R.]

Solches Denken ist seit langer Zeit im Judaismus gegenwärtig gewesen. Der orthodoxe jüdische Gelehrte Raphael Patai bemerkt, dass der Heilige Geist, von den Rabbinern als Schechina identifiziert (die „Wohnstätte“ oder „die Bleibe“ der Herrlichkeit Gottes) als zweite Person der Gottheit gesehen wurde, sogar in der frühen talmudischen Periode[xi]. Aber die Mystiker gingen noch darüber hinaus, lediglich eine zwei-in-eins Einheit anzuerkennen, indem sie behaupteten, dass die Sĕfirot tatsächlich in Säulen organisiert sind. Für die Kabbalisten ist Gottes letztendliche Natur eine drei-in-eins Einheit:

„Höre, O Israel, Adonai[xii] Eloheinu Adonai ist Einer.“ Diese drei sind Einer … Das Geheimnis der hörbaren Sprache ist diesem ähnlich, denn obwohl es Eins ist, besteht es dennoch aus drei Elementen – Feuer, Luft und Wasser… Genau übereinstimmend ist es mit dem Geheimnis der dreifaltigen göttlichen Manifestationen festgelegt von Adonai Eloheinu Adonai – drei Arten, welche dennoch eine Einheit bilden.“[xiii] [U. R.]

Verkörperung und Fleischwerdung

Würde ein jüdischer Mensch jemals die Vorstellung von einem fleischgewordenen Gott bereitwillig sich zu eigen? Viele Kabbalisten tun dies!

Die Kabbala lehrt, dass der menschliche Körper ein äußerlicher Ausdruck der inwendig wohnenden Seele ist, und dass alle materiellen Dinge Manifestationen der geistigen Realitäten sind, welche in unser Universum extruieren[xiv]. Wie auch immer, Gott hat eine besondere Art, Sich Selbst in unserer Welt zu offenbaren:

R. Jose sagte: „Wie sollen wir die Worte verstehen: „[…] und sie sahen den Gott Israels“ (Ex. 24, 10)? … Sie sahen das Licht der Schechina, nämlich ihn, der genannt wird „der Jugendliche“ (Metatron …), und welcher der Schechina im himmlischen Heiligtum dient.[xv]

Nachmanides (1194-1270) vertritt die Ansicht, dass die Schechina sich in menschenähnlicher Gestalt darstellen kann (mitgashem). Wie die aschkenasische Tradition es überliefert: „Wisse, dass `[…] Da erschien ihm ein Sendbote des Ewigen in einer Feuerflamme aus dem Dornbusch` (Exodus – Auszug 3, Vers 2)[…] sich auf Gott Selbst bezieht[xvi] [U. R.]. Manchmal wird der Titel Malach Ha Kavod (Engel der Ehre) in kabbalistischen Texten der Schechina zugeordnet [U. R.].[xvii]

Der Begriff Metatron, beschrieben als „der Jugendliche“, „der Engel der Ehre“ und „der Körper der Schechina“, ist der Titel, mit welchem die BezeichnungPraecursor oder Vorläufer übersetzt wird – dasselbe Wort, das in Hebräer 6, Vers 20 für Jeschua benutzt wird. Es bedeutet Herr, Anführer, Leiter; einer, der den Weg zeigt oder vorangeht.

Die Erklärung von „[…] die Erscheinung der Herrlichkeit des Ewigen […]“ (Exodus – Auszug 24, Vers 17), welche durch Rabbi Jose gegeben wird, erinnert an Passagen des Neuen Testamentes denken, in denen Jeschua als „das Leuchten der Schechinah“ (Messianische Juden – Hebräerbrief 1, Vers 3) denken und daran, dass Er als „Vorläufer“, dienender Hoher Priester in der himmlischen Stiftshütte dient, nach deren Muster Mose das Heiligtum erbaute (Messianische Juden – Hebräerbrief 6, Vers 20 – 8, Vers 5).

Einige kabbalistische Texte zeigen, dass Metatron nicht nur ein Engel, sondern eine Verkörperung der Schechina in menschlicher Form ist. In anderen Worten, Gott Selbst. Z. B.:

R. Tam sagt, dass der Heilige, gesegnet sei Er, Selbst Metatron genannt wird, wie es in der Pesikta (Exodus 23, Vers 13) steht: „und der HERR ging ihnen den ganzen Tag voran“. Der Heilige sagte, „Ich war der Leiter [Hebr. Metatron] meiner Kinder“ [U. R.], d. h., ihr Anführer[xviii].

Von Metatron wird auch gesprochen als von der „Stimme Gottes“, in einem Bezug der Midrasch Tehellim[xix] auf die von König David niedergeschriebene Textpassage: „Die Stimme des HERRN ist über den Wassern […]“ (Psalm 29, Vers 3). Bedenkend, dass Metatron von den Kabbalisten für die Verkörperung der Schechina gehalten wird, beachten Sie die folgende Beobachtung des Chabad Begründers Rabbi Salman:

„[Es] wird in dem Sohar und in Etz Chayim behauptet, dass die Schechina … das „Wort Gottes“ genannt wird .. wie in dem Fall von menschlichen Wesen, z. B. Sprache den Hörern das Geheimnis des Sprechers und verborgene Gedanken enthüllt[xx].

Dieser Abschnitt erinnert an die ersten Zeilen des Johannesevangeliums, in denen Jeschua beschrieben wird: „Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Er war im Anfang bei Gott […]. Das Wort wurde ein menschliches Wesen und lebte bei uns, und wir sahen seine Schechina“ [Jochanan – Johannes 1, 1-2, 14].

So, für beide, die traditionellen Kabbalisten und das Neue Testament, ist der Vorgänger identisch mit dem Gesandten, und ist das personifizierte Wort Gottes. Was bedeutet die folgende Textstelle aus dem Sohar bezüglich der Identität des Vorgängers? „Der `Geist Gottes, der über den Wassern schwebte ` ist der Geist des Messias.“[xxi][U. R.]

Könnten dies Kabbalisten tatsächlich sagen, dass Gott irgendwie geheimnisvoll aus drei Personen zusammengesetzt ist, welche, tatsächlich, Eins sind – Einer von Ihnen ist das Wort Gottes in menschlicher Gestalt, der Messias, der Vorgänger–Hohe Priester, der im Himmel dient und den Heiligen Geist verkörpert? Ist dies nicht dasselbe, was das Neue Testament über Jeschua sagt? Überlegen Sie außerdem das Folgende, was R. Yitchaq von Acre sagt:

„Es ist MoSheH [Messias] der Hohe Priester, gesalbt mit dem Öl, der übernatürlichen heiligen Salbung, der wahre Messias, der heute kommen wird, wenn wir auf die Stimme seines Meisters hören, dessen Name in ihm gefunden wird, er wird uns erlösen … „In aller ihrer Bedrängnis drängt es ihn / durch seinen eigenen Boten half er ihnen […]“ [Jesaja 63:9] und „Und ruhen wird auf ihm des Ewigen Geist” [Jesaja 11, Vers 2]. Diese und alle ihnen ähnlichen Verse weisen auf den Metatron [den Vorgänger] hin, den Prinzen des Gesichtes … [Das] Schaf, das ein unschuldiges Lamm ist, ist in seiner Ganzheit gut, und es istMoSheH, der Prinz der Gnade“[xxii] [U. R.].

Geben die Mystiker jemals dem Metatron, diesem Vorgänger, dem Prinzen des Gesichtes, Hohen Priester, verkörperten Wort Gottes, dem Lamm, das in all ihren Bedrängnissen bedrängt war, einen Namen? Ein mittelalterliches Rosch HaSchana Gebet sagt: „Möge es Dein Wille sein, dass der Schall des Schofars von dem Engel, der dazu ernannt ist, in Deinen Himmlischen Vorhang eingestickt wird, so wie Du die Gebete von der Hand Elijahs angenommen hast, seligen Angedenkens, und durch Jeschua, den Prinzen des Gesichtes.“[xxiii] [U. R.]

Jehuda Liebes, Professor des Jüdischen Mystizismus und der Kabbala an der Abteilung des Jüdischen Denkens an der Hebräischen Universität Jerusalem, verfolgt Bezüge auf Jeschua in der traditionellen Liturgie zu jüdischen Menschen, die im ersten Jahrhundert n. Chr. an Jesus gläubig waren![xxiv] Daniel Abrahams von der Bar-Ilan Universität schreibt zu Liebes` Beobachtungen: „Jehuda Liebes hat unsere Aufmerksamkeit auf die auffällige Identifizierung von Metatron mit Jesus in der Liturgie gelenkt.“[xxv] [U. R.]

Der Mittler

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Viele Juden heute lehnen die Idee eines Mittlers ab, der uns mit Gott versöhnt. Die Kabbalisten jedoch sind anderer Ansicht.

Kabbalisten sehen den engelsgleichen Prinzen des Gesichtes als Vermittler zwischen Gott und den Menschen. Wenn wir an R. Yitzhaq von Acres` Gleichsetzung des bedrängten Vorgängers mit dem Messias denken, der Israel rettet, klingt die folgende Passage aus dem Zohar beinahe wie eine Inhaltsangabe der Aussagen des Neuen Testamtes hinsichtlich der stellvertretenden Sühne:

Als der Messias von dem großen Leiden Israels in ihrer Zerstreuung hört, und von den Bösen unter ihnen, welche nicht danach streben, ihren Meister zu kennen, weint er laut … und es steht geschrieben: „Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen“ [Jes. 53, Vers 5]. …Der Messias … ruft nach allen Krankheiten und Schmerzen Israels und bittet sie, sich auf Ihn Selbst zu legen, was sie tun. … Solange Israel im Heiligen Land war, wendete es alle bösen Krankheiten und Leiden von der Welt ab durch den Tempeldienst und die Opfer. Jetzt ist es der Messias, der die Möglichkeit dazu gibt, diese von der Menschheit abzuwenden.[xxvi]

Entdecken Sie das Geheimnis für sich selber

Beweisen diese Passagen aus den Schriften der Mystiker, dass das Neue Testament richtig ist, dass Jeschua der Messias Israels ist, der fleischgewordene Gott, der Sühne für unsere Sünden bringt? Nein. Aber sie zeigen, dass es da einige Juden gegeben hat (viele, berühmte Kabbalisten), deren Orthodoxie niemand in Frage stellen würde, deren Glaube erstaunlich mit dem einhergeht, was jüdische Gläubige an Jeschua bejahen.

Falls diese Entdeckung der Kabbala Ihre Neugierde erregt hat, warum entdecken Sie nicht, was das Neue Testament zu diesen Dingen zu sagen hat? In der hebräischen Bibel sagt Gott, dass Er einen neuen Bund aufrichten wird: „Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund“ [Jeremia 31, Vers 31]. Das hebräische Wort „brit“, hier übersetzt mit „Bund“, könnte auch mit „Testament“ übersetzt werden. Der kabbalistische Text Otiot de `Rabbi Akiva sagt bezüglich dieser Stelle: „Und der Heilige … wird ihnen die Bedeutung einer neuen Tora erklären, welche Er ihnen durch den Messias geben wird.“[xxvii] [U. R.]

Jüdische Mystiker für Jesus, Kabbalisten, die tatsächlich an einen dreieinigen Gott glauben, eine körperliche Inkarnation der Gottheit und einen indirekt büßenden Messias – Wer hätte das gedacht? Fühlen Sie sich so, als seien Sie in ein recht gut-gehütetes Geheimnis eingeführt worden? Könnte Jeschua, der Prinz des Gesichtes, der an Gottes Thron sitzt, der Messias, das größte Geheimnis sein, das Sie noch zu enträtseln haben?


Pico Della Mirandola: Opera Omnia (1557-1573). Tomus I. Georg Olms Verlagsbuchhandlung, Hildesheim, 1969. Bd. I, no. 9. S. 105.

[ii]Vgl. Daniel C. Matt: The Essential Kabbala: The Heart of Jewish Mysticism. San Francisco: Harper San Francisco, 1996, Ss 6-10 und Gershom G. Scholem: Major Trends in Jewish Mysticism (New York: Schoken Books, 1954, S. 206.

[iii] Vgl. Aryeh Kaplan: The Bahir. Boston: Weiser Books, 1989, S. 88.

[iv] Vgl. Gershom G. Scholem: Major Trends in Jewish Mysticism (New York: Schoken Books, 1954, S. 214.

[v] Vgl. Aryeh Kaplan: Sefer Yetzirah: The Book of Creation. San Francisco: Weiser Books, 1997, S. 21.

[vi] Vgl. ebd.

[vii] Vgl. Socino Sohar, Exodus, Abschnitt 2, S. 15b

[viii] Vgl. ebd., Bereschit, Abschnitt 1, S. 193a

[ix] Vgl. Rabbi Schneor Salman von Ljadi: Likkutej Amarim – Tanya. Brooklyn, NY: Kehot Publication Society, 1996, Igeret Hakodesh, Kapitel 7.

[x] Vgl. ibid., Igeret Hakodesh, Ch. 7.

[xi] Vgl. Raphael Patai: “The Shekinah”. In: “The Journal of Religion” 44, 4; 1964, S. 286.

[xii] Die Schreibung des TETRAGRAMMATONS ist in diesen Textabschnitten in Adonai abgewandelt worden, um die gegenwärtig übliche Schreibweise zu benutzen.

[xiii] Vgl. Socino Zohar, Shemot, Raya Mehemna, S. 43b.

[xiv] Vgl. Socino Zohar, Bereshit, Abschnitt 1, S. 65b; Tanya, Shaar Hayichud Kapitel 1.

[xv] Vgl. Socino Sohar, Shemoth, Abschnitt 2, S. 82a.

[xvi] Vgl. Wolfsohn. Elliot R.: Through a Speculum That Shines: Vision and Imagination in Medieval Jewish Mysticism. Princeton: Princeton University Press, 1994, S. 256. Im Original nicht kursiv gedruckt / Hervorgehoben durch den Autor

[xvii]Vgl. Wolfsohn, op. cit., S. 262.

[xviii] Vgl. Daniel Abrams: “The Boundaries of Divine Ontology: The Inclusion and Exclusion of Metatron in  the Godhead” (in: The Harvard Theological Review, 87, 3; 1994), S. 299- S. 300.

[xix]Vgl. Moore, George F.: „Intermediaries in Jewish Thought” (in: The Harvard Theological Review, 15: 1, 1922), S. 63.

[xx] Vgl. Zalman, Likutai Amarim, Kapitel 52.

[xxi]Vgl. Socino Zohar, Bereschit, Section 1, S. 240a.

[xxii]Vgl. Sefer `Otzar Hayyim, in: Moshe Idel: Messianic Mystics (New Haven, CT: Yale University Press, 2000), Ss. 303f.

[xxiii]Vgl. Machsor Rosh Hashanah v`Yom Kippurim k`Minhag Seferad (New York: Hebrew Publishing Company), Anmerkung des Herausgebers: Sie können eine Version dieses Gebetes in Hebräisch auf folgender Webseite betrachten: http://www.afii.org/OJB.pdf, Seite 1227).

[xxiv] Vgl. Yehuda Liebes: „Who Makes the Horn of Jesus to Flourish” In: Immanuel 21 (Sommer 1987), Fußnote 28, S. 67.

[xxv]Vgl. Daniel Abrahams: „The Boundaries of Divine Ontologie: The Inclusion and Exclusion of Metatron in the Godhead” in: Harvard Theological Review 87, 3 (1994): 317.

[xxvi] Vgl. Socino Zohar, Shemot, Section 2, S. 212a.

[xxvii] Vgl. Midrasch Otiot de `Rabbi Akiba, Beit ha-Midrasch 3.27-29, zitiert von Raphael Patai in The Messiah Texts (Detroit: Wayne State University Press, 1979), S. 252.