Haben Sie von Tischa b’Aw gehört? Gemäß unseres jüdischen Mondkalenders liegt dieser Fastentag jedes Jahr auf dem neunten Tag des hebräischen Monats Aw. In diesem Jahr begann dieser Tag nach Gregorianischem Sonnenkalender bei Sonnenuntergang am 28. Juli. Es ist einer der düsterten Tage des jüdischen Jahres. Warum?

An diesem Tag im Jahr 586 v. Chr. plünderten die Armeen des babylonischen Königs Nebukadnezar Jerusalem und brannten den Tempel des Herrn nieder. Jahrhunderte später, an genau diesem Tag 70 n. Chr., machten die römischen Armeen des römischen Feldherrn Titus genau das gleiche. Als Folge dieses tragischen Ereignisses gestalteten unsere damaligen Führer den Judaismus in eine Religion um, die ohne einen Tempel, ohne eine Priesterschaft und ohne ein Opfersystem funktionieren konnte, auch wenn jene drei Elemente grundlegend für das Gesetz waren, das Gott uns durch Mose gab.

Viele unserer jüdischen Brüder und Schwestern, die noch nicht an Jeschua (Jesus) glauben, sagen nun, dass ein Tempel nicht notwendig sei – dass Gebet und gute Taten den Platz des Tempels und der Opfer eingenommen haben. Aber die Tatsache, dass wir den neunten Aw als einen unserer düstersten Feiertage beachten, deutet auf ein tieferes Verstehen hin. In unseren Herzen wissen wir, dass bloße Gebete und gute Taten nicht ausreichend sind – nicht laut Mose. Als an Jeschua Gläubige wissen wir, dass nichts fehlt. Jesus ist der wahre Tempel. Jesus ist unser ewiger Hoher Priester, der Fürsprache für uns einlegt. Jesus gab Sein sündloses Leben als das perfekte Opfer für unsere Sünden. Bedenken Sie:

JAHRESZAHL

GEDENKEN AN …

JESUS

586 v. Chr.

Die Zerstörung des Ersten Tempels durch Nebukadnezar

Matthäus 12,6:

„Ich sage euch aber: Größeres als der Tempel ist hier“

70 n. Chr.

Die Zerstörung des Zweiten Tempels durch den römischen Feldherrn Titus

Offenbarung 21,22: „Und ich sah keinen Tempel in ihr, denn der Herr, Gott, der Allmächtige, ist ihr Tempel, und das Lamm“

135 n. Chr.

Die Stadt Bethar wurde erobert, wo sich der letzte verteidigungsfähige Stützpunkt der Zweiten jüdischen Revolte gegen Rom befand, angeführt von dem falschen Messias Bar Kochba.

Matthäus 16,16+17: „Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.“

Möchten Sie nicht mit uns gemeinsam dafür beten, dass immer mehr Menschen unseres religiösen Jüdischen Volkes zu der Erkenntnis gelangen, dass wir nicht mehr länger an Tischa be’Aw zu trauern brauchen. Denn, „Christus aber ist gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter und ist durch das größere und vollkommenere Zelt […] in das Heiligtum hineingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden“ (aus Hebräer 9,11+12).