HaTikvah

Wir haben üble Zeiten. Krieg im Nahen Osten. Weltwirtschaftskrise. Bedrohung durch einen atomwaffenfähigen Iran. Ein Sturm hat diese Welt erfasst, und dieser Sturm wird in absehbarer Zeit wohl kaum abklingen. Wenn wir auch vielleicht hier und da momentane Aufhellungen der „Wetterlage“ beobachten können – die Bibel teilt uns mit, dass dieser tobende Sturm letztendlich völlig außer Kontrolle geraten wird. Überall rund um uns herum werden Männer und Frauen in tiefste Verzweiflung und absolute Hoffnungslosigkeit versinken. Wir als Gläubige an Jeschua (Jesus) haben die einzig echten Hoffnungsworte inmitten dieses Sturmes.

Ein wichtiges Wunder.

Es bedarf nicht erst einer globalen Krise, um uns diese Wahrheit ins Gedächtnis zu rufen. Ich erinnere mich an den Besuch bei einer jungen jüdischen Frau namens Leslie. Sie lag im Sterben. Die Ärzte hatten ihr gesagt, sie habe vielleicht noch einen Monat zu leben. Als ich im Krankenhauszimmer an ihrer Bettkannte saß, fragte sie: „Kann Ihr Jesus mich heilen?“

„Wenn er das will“, antwortete ich. „Aber wissen Sie – das ist eigentlich ein völlig unwichtiges Wunder.“

Leslie war verwirrt. „Wieso ist das ein unwichtiges Wunder?“, wollte sie wissen.
„Weil Sie eines Tages ohnehin sterben werden, genau wie ich auch. Aber es gibt noch ein anderes Wunder – ein wichtiges Wunder; eines, das Jeschua immer tut, wenn wir ihn nur darum bitten.“
„Und was für ein Wunder ist das?“, fragte sie.
„Er vergibt uns unsere Sünden und schenkt uns die Gabe ewigen Lebens.“ Ich erklärte ihr, dass der Messias Jesus für unsere Sünden gestorben und von den Toten auferstanden ist, ganz wie Mose und die Propheten es versprochen hatten. Dann sagte ich zu ihr: „Wenn Sie ihn um Vergebung bitten, vergibt er Ihnen. Und wenn Sie ihn dann um Heilung bitten, gewährt er Ihnen vielleicht noch weitere vierzig, fünfzig oder sechzig Jahre, um hier auf der Erde für ihn zu leben. Vielleicht tut er es auch nicht, und Sie werden in Kürze sterben. Aber wenn Sie bald sterben, werde ich Sie beneiden.“

Wieder war sie verwirrt. „Warum würden Sie mich denn beneiden?“, fragte sie.
Ich brachte ein schwaches Lächeln zustande. „Weil Sie ihn dann noch vor mir sehen.“
Leslie betete und vertraute sich dem Herrn an. Jesus entschied, sie nicht zu heilen; und einen Monat später war sie bei ihm.

Warum erzähle ich Ihnen davon? Nun, als Leslie Hoffnung brauchte, bekam sie nichts weiter als Plattitüden, Proteste und inhaltslose Beteuerungen von wohlmeinenden, trauernden Ungläubigen. Die wussten zwar selber, dass ihre Worte keinerlei Gewicht hatten; aber dennoch konnten sie nichts anderes sagen. Es bedurfte eines Gläubigen an Jesus, um Leslie ein aufrichtiges Wort der Hoffnung zu bringen.

Bei meinen Überlegungen zu diesem unserer Welt bevorstehenden Sturm denke ich an Rabbi Schaul (den Apostel Paulus) auf dem Deck eines untergehenden Schiffes unterwegs nach Rom. Andere hatten in ihren Bemühungen zur Selbstrettung alle menschlich möglichen Mittel ausgeschöpft, und so „schwand endlich alle Hoffnung, dass wir gerettet werden könnten“ (Apostelgeschichte 27,20). An dieser Stelle hatte Paulus ein aufrichtiges Wort der Hoffnung: „Man hätte zwar mir gehorchen und nicht von Kreta abfahren sollen und sich so diese Schädigung und den Verlust ersparen sollen. Doch jetzt ermahne ich euch, guten Mutes zu sein, denn keiner von euch wird das Leben verlieren, nur das Schiff wird untergehen … Darum seid guten Mutes, ihr Männer! Denn ich vertraue Gott, dass es so gehen wird, wie es mir gesagt worden ist“ (Apostelgeschichte 27,21.22.25).

Wir haben Jeschua als wahrhaftige „HaTikvah“ – die einzige Hoffnung.

Überall rund um uns herum klammern sich Männer und Frauen ganz verzweifelt an „Schiffe“ und hoffen, von ihnen in einen sicheren Hafen transportiert zu werden: das Schiff politischer Lösungen; das Schiff wirtschaftlichen Aufschwungs; jegliches Schiff, das sie vielleicht aus den Stürmen ihres Privatlebens herausretten könnte. Sie müssen erfahren, dass all diese Schiffe letzten Endes untergehen werden. Jedoch brauchen sie nicht umzukommen, wenn sie ihr Vertrauen auf den Herrn setzen.

Wir Juden für Jesus haben eine Hoffnung. Wir haben einen Anker für unsere Seele. Wir haben einen Felsen und sicheren Boden, auf dem wir stehen können. Kein Sturm kann ihm etwas anhaben, wie wütend das Meer, der Wind und die Wellen auch toben mögen. Wir haben Jeschua als wahrhaftige „HaTikvah“ – die einzige Hoffnung. Und davon muss unser Volk hören.