Falschinformationen, Desinformationen

Wir leben in einem Informationszeitalter

Während es heute so aussieht, als ob wir ständig von Medienberichten über Differenzen der Menschen geplagt werden, gibt es vielleicht eine Sache, bei der wir uns alle einig sind – wir leben in einem Informationszeitalter. Oder vielleicht besser ausgedrückt, Überinformationszeitalter. Persönliche Informationen, Arbeitsinformationen, öffentliche Informationen. Wir wissen jetzt mehr als wir jemals in der Vergangenheit gewusst haben. Wir können herausfinden, welche Zahnpasta unser Lieblingsprominenter benutzt oder wie viele Minuten wir letzte Nacht in der REM-Phase unseres Schlafes verbracht haben. Wir werden mit Informationen bombardiert, von denen wir das Meiste nicht wirklich brauchen oder wollen. Es erinnert mich an die Aussage, die der Engel zu Daniel über die „Zeit des Endes“ machte. Er sagte, „[…] Viele werden darin forschen, und die Erkenntnis wird zunehmen“ (Dan. 12, 4). Ganz die Beschreibung des Lebens im 21. Jahrhundert!

Aber die Informationsflut hat eine zweite Flut mit sich gebracht: eine Flut an Falschinformationen. Oder, wie sie weithin bekannter ist, „Fake News“. Informationen, die weitergeleitet werden, die unbeabsichtigter Weise falsch sind. In einem Zeitalter von Sozialen Medien und Photoshop ist es sehr schwierig zu wissen, was echt und was Fake ist. Schlimmer noch, wir haben nicht nur Falschinformationen, Informationen, die unbeabsichtigter Weise falsch sind, sondern wir haben auch Desinformationen, Informationen, die absichtlich falsch sind. Informationen, die dazu entworfen sind, Menschen, an die sie weitergeleitet werden, zu täuschen.

Wir bei Juden für Jesus begegnen ständig Falsch- und Desinformationen. Normalerweise haben sie mit uns zu tun – im Laufe meiner Zeit im Dienst bin ich Menschen begegnet, die denken, dass wir jüdische Menschen gewaltsam taufen, und dass wir sie entführen und eine Gehirnwäsche an ihnen durchführen und sie bestechen, damit sie an Jesus glauben. Falschformationen werden zu Desinformationen und bewirken, dass viele dem Evangelium gegenüber eine Barriere haben, bevor wir ihnen auch nur begegnen. Aber da gibt es auch viele Fehl- und Falschinformationen über Jeschua und das Neue Testament. Mir wurde gesagt, dass das Neue Testament vor 200 Jahren auf Englisch geschrieben wurde, dass Jeschua ein Nichtjude oder Sozialist gewesen sei, nur um ein paar zu nennen.

„In Israel wurde mir von Kind auf beigebracht, dass Jesus eine neue Religion für die nichtjüdischen Menschen geschaffen hat…“

Eine der Personen, die falsche Vorstellungen von Jeschua hatte, ist Abraham*. Abraham ist ein junger Israeli, der seit ein paar Jahren in Berlin lebt. Bei einem unserer letzten Treffen lasen wir zusammen das Buch Matthäus. Als wir den Beginn der Bergpredigt lasen, war Abraham überrascht. „Ich habe Leute sagen hören, dass Jesus nach Indien ging, um von Buddha zu lernen, aber hier sehe ich, dass Er etwas anderes sagt,“ bemerkte er. „Buddha behauptet, dass alles, was wir tun müssen, ist, in uns selbst hineinzuschauen, aber Jesus sagt, dass wir außerhalb von uns auf Gott sehen sollen, um Hilfe zu bekommen!“ Als wir weiterlasen, rief er wieder aus, „In Israel wurde mir von Kind auf beigebracht, dass Jesus eine neue Religion für die nichtjüdischen Menschen geschaffen hat, und dass er das Gesetz brach. Aber hier, bevor ich zehn Seiten des Buches gelesen habe, sehe ich, dass er selbst sagt, dass er nicht gekommen ist, um die Torah abzuschaffen, sondern, um sie zu erfüllen!“

Wir bei Juden für Jesus leben für diese Heureka-Momente, wo jüdische Menschen den echten Jesus entdecken. Nicht denjenigen, von dem ihnen berichtet worden ist, nicht denjenigen, den sie sich selbst ausgedacht haben, sondern den echten. Bitte bete mit uns, dass viele jüdische Menschen auf der ganzen Welt ihre Vorurteile und Befangenheit zur Seite legen und den echten Jesus entdecken!

* Name geändert