Pfingsten: ein Grund, sich zu erinnern

In diesem Jahr fällt der Pfingstsonntag im Kirchenkalender auf den 9. Juni. Aber lange bevor er ein christlicher Feiertag wurde, war es ein jüdisches Fest. Auf Hebräisch heißt es Schawuot oder das Wochenfest, und du findest es im Monat Siwan im jüdischen Kalender (Sonnenuntergang 8.-10. Juni).

In der Zeit des Alten Testaments beinhaltete die ultimative Hoffnung für Gottes Volk immer die Verheißung des Messias.

Wenn wir an Pfingsten denken, erinnern wir uns an die Vergangenheit, die uns letztendlich dazu verhelfen soll, Gott für die Zukunft zu vertrauen. Wir erinnern uns auch daran, dass Gottes Versprechen für „morgen“ niemals nur für den nächsten Tag, die nächste Woche, oder selbst das nächste Jahr gelten. In der Zeit des Alten Testaments beinhaltete die ultimative Hoffnung für Gottes Volk immer die Verheißung des Messias.

Pfingsten war ursprünglich ein Fest der Erstlingsfrüchte mit all den entsprechenden Opfergaben.

Wann immer der Herr von den Früchten des Landes sprach, dachte Er auch an die Menschen des Landes. Eine reiche Ernte war das Zeichen Seines reichen Segens für das Volk. Die Erstlingsfrüchte jeder Ernte deuteten auf eine bevorstehende größere Ernte hin. Die Opfer der Erstlingsfrüchte zeigten Dankbarkeit für die empfangenen Segnungen. Aber sie demonstrierten auch das Vertrauen des Volkes, dass der Rest der Ernte kommen und all ihre Bedürfnisse decken würde.

Im Neuen Testament gebrauchte Paulus den Ausdruck „Erstlingsfrucht“, um die Auferstehung Jesu zu beschreiben. Dieser signifikante Höhepunkt garantiert unsere zukünftige Auferstehung als „den Rest“ der Ernte. Pfingsten erinnert uns an Jesu Auferstehung, so dass wir heute in unserem Leben diese Auferstehungskraft ausleben können. Und so vertrauen wir Ihm und freuen uns auf den Tag, an dem wir in Sein Ebenbild umgestaltet werden. Und dann empfangen wir alle die Verheißungen, die Gott für uns vorbereitet hat.

Am Pfingsttag, diesem großen Erntefest, erfüllte Gott das geheimnisvolle Abschiedsversprechen, das Jesus Seinen Jüngern gegeben hatte. Der Heilige Geist kam und erfüllte Jesu Jünger mit Seinem Sinn und Seiner Kraft.

Der Sinn des kraftspendenden Geist Gottes ist es, Ihm zu dienen, während wir uns auf die Rückkehr Christi freuen. Der Herr gab uns Prioritäten, während wir uns überlegen, wie wir unser Leben einsetzen, bis Er wiederkommt. Und eine dieser Prioritäten ist es, Sein Evangelium mit anderen zu teilen.

Genau wie die jüdischen Feste beinhalten unsere Identitäten unsere Vergangenheit, unsere Gegenwart und unsere Zukunft. Jeder, der an Jesus glaubt, hatte eine einzigartige Reise, bis Gott uns mit dem Geschenk der Erlösung begegnete.

Aber das ist unsere Vergangenheit.

Jetzt ist unsere Gegenwart eine erlöste Beziehung zu Gott.

Jetzt ist unsere Gegenwart eine erlöste Beziehung zu Gott. Jetzt sind wir frei als Sein Volk zu leben, mit all dem Lobpreis und Dienst, den Nöten und Freuden, die dazu gehören. Jetzt haben wir die Hoffnung auf die Auferstehung, wenn wir die Fülle der Gegenwart Gottes erfahren. Und dann werden wir für immer mit allen Heiligen in der Gemeinschaft mit Gott verbunden sein. Wir können nicht wissen, wie Seine Versprechen aussehen werden, bis sie sich entfaltet haben, aber wir wissen, dass unsere Zukunft mit Gott besser ist als alles, was wir uns vorstellen oder verstehen können.

Eines Tages wird unsere Identität der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf ganzheitliche Art vervollständigt. Pfingsten mit seinem Versprechen der Erstlingsfrüchte hilft uns zu beginnen, diese Vervollständigung jetzt auszuleben.

Wie der Apostel Johannes schreibt: „Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“ (1. Johannes 3, 2).

Kann es irgendeine bessere Hoffnung geben?